InterBündnis

Streik- und Aktionstag am 30. Oktober 2026

Wir meinen es ernst. Wir legen nach.

InterBündnis | 26.04.2026
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Am 21. September legten die Kolleginnen und Kollegen in der Auto- und Zulieferindustrie vor. 175.000 sagten beim ersten branchenweiten Aktions- und Streiktag NEIN zu Arbeitsplatzvernichtung, Arbeitszeitverlängerung, Steigerung der Ausbeutung, Lohnsenkung und Angriffen auf die Rente.

Am 26. September kamen erneut 175.000 aus allen Gewerkschaften zum DGB-Aktionstag gegen den sozialen Kahlschlag, Aufrüstung und Umweltzerstörung durch die Regierung. Ein guter Auftakt! Viele sagten: Die Gewerkschaften lernen wieder zu kämpfen.

Das macht Druck auf die Regierung. Die Tagesschau am 26.9. warnte die Regierung, dass sie „Wucht und Macht der Leute auf der Straße nicht unterschätzen“ sollte.

Doch Friedrich Merz erklärt ungerührt, dass er an seinen Plänen festhält. Die Mercedes-Bosse drohen mit der Schließung von zwei Montagewerken, sollte die 40-Stunden Woche nicht wieder kommen. Nackte Erpressung. Der Kapitalistenverband BDI veröffentlichte am 25.9. ein Grundsatzpapier. Unter den Schlagworten „Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit“ fordern sie eine noch härtere Gangart. Der Generalangriff von Regierung und Konzernen geht ungebremst weiter.

Es bewahrheitet sich, was wir vielerorts auf der Straße gerufen haben: Ohne Streiks wird sich nichts verändern!

Wir müssen uns besser organisieren! In den Gewerkschaften oder auch anderen Organisationen der Arbeiterbewegung. Und wir müssen nachlegen. Weil es um die Zukunft der Jugend geht. Weil es uns alle betrifft. Weil wir es ernst meinen.

Die Zeit für symbolische Aktionen ist vorbei. Die Zeit zum Dampf ablassen ist vorbei. Es ist Zeit, dass wir härtere Bandagen anziehen. Wer Klassenkampf bestellt, soll Klassenkampf bekommen! Wer sich mit der Arbeiterklasse anlegt, wer die Jugend, die Familien und Rentner angreift, wird sich die Finger verbrennen.

Ende Oktober und Anfang November sind in Italien und Frankreich Streiks und Proteste gegen ähnliche Angriffe geplant. Am 31. Oktober endet die Friedenspflicht der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.

Setzen wir ein Zeichen, das niemand überhören und übersehen kann.

Wir rufen den DGB, die Einzelgewerkschaften, ihre Gliederungen, alle Belegschaften, aber auch die Frauen und die Jugend auf: Machen wir den 30. Oktober 2026 zu einem bundesweiten Aktions- und Streiktag.

Regierung und Konzerne greifen uns gemeinsam an. Dann kriegen sie unsere geballte Antwort. An einem Werktag. Während der Arbeitszeit. Vom kastrierten Streikrecht lassen wir uns nicht mehr aufhalten. Alle Räder stehen still, wenn unser starker Arm es will!

Kampf um jeden Ausbildungs- und Arbeitsplatz und jedes Werk, das geschlossen werden soll!

Für kräftige Lohnerhöhungen!

Nein zur Verlängerung der Arbeitszeit!

Finger weg von der 35-Stunden-Woche! Statt zurück zur 40 Stundenwoche – vorwärts zur 30 Stundenwoche, aber mit Lohnausgleich!

Nein zu den Regierungsplänen bei Renten, Pflege oder Krankenkasse .

Gegen die Ausbeutung durch Konzerne und Regierung!

Initiator: Markus Stockert, IGM-Betriebsrat bei tkse in Duisburg.

Erstunterzeichner melden sich bitte bis Dienstag 6. Oktober 10 Uhr bei gewerkschafterstahl@email.de