InterBündnis

Protestiert gegen die Angriffe des türkischen Regimes auf Rojava und im Nordirak! Stärkt die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!

InterBündnis | 26.11.2022

Dieser Krieg muss sofort gestoppt werden! Wir erklären unsere volle Solidarität mit den kurdischen Freiheitskämpfern!

Seit der Nacht des 19. November hat das faschistische Erdoğan-Regime Luftangriffe in Rojava (Nord- und Ostsyrien) und Südkurdistan (Nordirak) durchgeführt. Betroffen sind insbesondere Kobanê, Tel Rifat, Derik, Zirgan, Dirbesiye und Gire Spi, in Südkurdistan das Asos-Gebirge bei Silemaniye und die Qandil-Region. Die türkische Regierung will eine rund 30 Kilometer tiefe Zone vom Euphrat-Fluss aus ostwärts über mehr als 400 Kilometer bis an die irakische Grenze besetzen.

Wir sind solidarisch mit den Menschen in Kurdistan und im Irak, die um Demokratie und Freiheit kämpfen. Wir verurteilen die Luftangriffe und inzwischen mehr als 2.500 Giftgaseinsätze gegen den kurdischen Befreiungskampf. Die türkischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben seit Beginn dieser Militäroffensive im Irak und in Syrien 471 Ziele angegriffen, dabei wurden 254 Menschen getötet. Unser Mitgefühl gilt allen, die Angehörige und Freunde verloren haben.

Wir versichern: Dieser Befreiungskampf steht nicht allein. Hier in Deutschland werden zahlreiche Proteste laut, viele der 41 Trägerorganisationen des Internationalistischen Bündnisses wurden dafür aktiv. Wir wenden uns breit an die Öffentlichkeit und werden den Widerstand gegen diesen völkerrechtswidrigen Angriff organisieren!

Es ist sicher kein Zufall, dass das türkische Regime den Bombenanschlag in Taksim als Vorwand nutzte, um die Luftangriffe gegen Rojava und insbesondere Kobane zu starten. Dabei weisen alle Indizien darauf hin, dass dieser faschistische Anschlag vom türkischen Regime oder dem faschistischen IS organisiert wurde.

Seit Tagen gibt es Protest-Kundgebungen in vielen Städten Deutschlands gemeinsam mit kurdischen Menschen gegen diesen Krieg. Das ist für uns Ansporn, uns umso fester zusammenzuschließen. Der Widerstand und die Errungenschaften von Kobanê sind weltweit ein Signal der Hoffnung. Ein Leuchtfeuer der Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf war der Aufbau des Gesundheitszentrums in Kobanê unter schwierigsten Bedingungen im Jahr 2015 – mit über 170 ehrenamtlichen Brigadistinnen und Brigadisten aus 10 Ländern zusammen mit einheimischen Bauarbeitern. Von der deutschen Bundesregierung und der EU fehlt eine eindeutige Verurteilung dieses völkerrechtswidrigen Angriffs des Erdogan-Regimes. Im Gegenteil! Beim NATO-Partner Türkei drückt man beide Augen zu.

ATIK, die Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland erklärt:

„Heute wie gestern werden wir nicht zu den Angriffen schweigen, die in allen Teilen Kurdistans mit ungerechten und unbegründeten Reden verübt werden. Wir verurteilen die Massaker, die der faschistisch türkische Staat verüben will, und erklären erneut, dass wir an der Seite des kurdischen Volkes stehen. Wir rufen alle in Europa lebenden demokratischen Kräfte auf, sich gegen die faschistischen Angriffe des türkischen Staates zu wehren.

Lang lebe Kobane – lang lebe der Widerstand in Rojava!“

Sofortiger Stopp der Bombardierungen!

Wir fordern: Abbruch aller militärischen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum faschistischen türkischen Erdogan-Regime!

Hoch die internationale Solidarität!